Bienensicherheit von Pflanzenschutzmitteln

Es ist davon auszugehen, dass die Weltbevölkerung in den kommenden 40 Jahren von sieben auf fast zehn Milliarden Menschen anwachsen wird. Für die Nahrungsmittelproduktion und die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft ist es von entscheidender Bedeutung, Lösungen zu finden, um die Erträge zu steigern und gleichzeitig die Bestäuber zu schützen.

Bienen und andere Insekten spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Nutzpflanzen. Deshalb sind Pflanzenschutz und die Gewährleistung der Bienensicherheit keine „Entweder-oder“-Option, sondern müssen Hand in Hand gehen.

Bayer arbeitet intensiv daran, jegliche Risiken von Pestiziden für Bienen zu minimieren: mit umfassenden Tests und Risikoevaluierungen zur Umweltsicherheit, intensiven Produktbegleitung, mit der Vernetzung von Imkern und Landwirten und durch umfassende Forschung zur Optimierung der Pflanzenbestäubung.

Pflanzenschutzmittel (Pestizide) zählen zu den am strengsten regulierten Produkten in der gesamten Wirtschaft. Die für sie geltenden Zulassungsanforderungen sind ebenso streng wie diejenigen für Medikamente. Zudem sind umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfungen erforderlich, um zu gewährleisten, dass sie kein unvertretbares Risiko für die Tier- und Pflanzenwelt und die Umwelt im Allgemeinen darstellen. Jeder Zulassung eines neuen Pflanzenschutzmittels gehen jahrelange Tests für Hunderte Millionen Euro voraus, in denen sichergestellt wird, dass das Mittel auch tatsächlich den höchsten Sicherheitsstandards gerecht wird.

Wie sicher können wir sein, dass ein neues Pflanzenschutzmittel Bienen nicht schadet?

Entwicklungszyklus eines Pflanzenschutzmittels

Das gegenwärtige System der Bienenstudien sieht abgestufte Prozesse der Risikobewertung vor, die zusammen dafür sorgen, dass zugelassene Produkte für Bienen unbedenklich sind, wenn sie nach guter landwirtschaftlicher Praxis eingesetzt werden.

Zu Beginn werden in einem einfacheren Ansatz Labortests durchgeführt, auf die bei Bedarf höherstufige Studien folgen, um potenzielle Risiken zu ermitteln. In diesem System schaffen es Produkte, die die strengen Kriterien nicht erfüllen, gar nicht erst bis zur Marktreife.

Tests zur Bienensicherheit von Pflanzenschutzmitteln

Durch zusätzliche Anwendungsbeschränkungen in den Produktinformationen, die häufig durch erweiterte Maßnahmen zur sicheren Anwendung ergänzt werden, wird die Gefahr unerwünschter Effekte weiter reduziert.

Die relativ geringe Zahl von Vorfällen mit einer Schädigung von Honigbienen, wie sie in Überwachungsprogrammen, die beispielsweise in Kanada, Deutschland, Großbritannien und den USA eingerichtet wurden, berichtet wurde, zeugt vom Erfolg dieser wichtigen Verbesserungsmaßnahmen.

Beispiel Deutschland

Anzahl der pro Jahr festgestellten Vorfälle: 100 bis 150 Fälle (durchschnittlich 9 bis 17 Stöcke). Bei einer durchschnittlichen Anzahl von Bienenstöcken in Deutschland von mehr als 800.000 entspricht dies ± 0,1-0,3% der deutschen Bienenkolonien, die von einem Vorfall mit einem Pestizid betroffen waren (aber nicht unbedingt getötet wurden).

Beispiel Großbritannien

Die absolute Zahl der Bienenvorfälle im Zusammenhang mit Pestiziden ist seit Jahren extrem niedrig.
Tatsächlich gibt es seit 2003 fast keine bestätigten Vorfälle mit Honigbienen und der genehmigten Verwendung eines landwirtschaftlichen Pestizids.

Sicherheit geht vor!!

Lesen Sie hier mehr über die Bienensicherheitsprüfung von Pestiziden

Aber wie gut schützen wir alle Bienenarten mit aktuellen Sicherheitstests von Pflanzenschutzmitteln? 

Diese Frage wird sowohl von Aufsichtsbehörden wie auch von Wissenschaftlern und Umweltschützern gestellt und steht im Mittelpunkt nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken, die einen Ausgleich zwischen Ernteertrag und Umweltaspekten suchen.

Mit Hummeln, Maurer- und Blattschneiderbienen werden Versuche unternommen, Testsysteme zu schaffen, die die große Vielfalt der Bienenarten berücksichtigen. Der Prozess ist herausfordernd und der Fortschritt erfordert Wissen und Kreativität von Experten auf der ganzen Welt.

Lesen Sie hier mehr über dieses Thema und über den Beitrag, den Bayer leistet (Englisch).

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