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Wie schmerzhaft ist ein Bienenstich?

Die neue Studie ergänzt den „Schmidt Sting Pain Index“

15. Jan 2015
Die Stichstelle macht den entscheidenden Unterschied beim Schmerzempfinden.

Die Stichstelle macht den entscheidenden Unterschied beim Schmerzempfinden.

Der Entomologe Justin O. Schmidt hatte seinen „Sting Pain Index“ in den 1980er Jahren veröffentlicht. Der Index vergleicht die Schmerzintensität von Stichen durch 78 Arten der Hymenoptera-Spezies (Bienen, Wespen, Ameisen), wobei die Honigbiene als Referenzpunkt dient.

Michael L. Smith vom Department für Neurobiologie und Verhalten an der Cornell Universität (USA) geht mit seiner aktuellen Studie einen Schritt weiter und untersucht, inwieweit der Grad des Schmerzempfindens von der betroffenen Körperstelle abhängt.

In seiner Studie vergleicht Michael L. Smith die Schmerzintensität von Honigbienenstichen an 25 verschiedenen Stellen am Körper. Einziger Proband der Studie war der Autor selbst. Er bewertete die Schmerzen auf einer Skala von 1-10. Die Ergebnisse von drei Stichdurchgängen waren eindeutig: Die wenigsten Schmerzen verursachten Stiche in den Schädel, die Spitze des mittleren Zehs und den Oberarm (alle drei Punkte erhielten Schmerzwerte von 2,3.) Am schmerzhaftesten waren Stiche in die Nase (9.0) und an der Oberlippe (8,7). Diese Ergebnisse spiegeln die Resultate von Studien zum Druckschmerz.

Die Studie wurde mit der Europäischen Honigbiene (Apis mellifera) als Standard durchgeführt, weil Bienen weit verbreitet sind und Bienenstiche entsprechend vielen Menschen weltweit ein Begriff sind. Außerdem hatte der ursprüngliche „Schmidt Sting Pain Index“ den Stich der Honigbiene als internen Referenzpunkt verwendet, um andere Stiche zu bewerten. Die Honigbiene wurde dadurch zu einem sinnvollen Standard für künftige Anschlussstudien.

Die aktuelle Studie wurde kürzlich im biologischen und medizinischen Wissenschaftsjournal PeerJ veröffentlicht.

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